Der Karneval von Viareggio
Nach einer Überlieferung geht die erste Karnevals- veranstaltung von Viareggio auf das Jahr 1873 zurück. Mit ein paar geschmückten Wagen zogen die Einwohner von Viareggio in einem improvisierten Maskenzug durch die Stadt. Nichts deutete auf die Ausmaße des Karnevals in dem kleinen westtoskanischen Städtchen hin, die er über hundert Jahre später haben würde. Heute drängen sich in der Zeit von Ende Februar bis Mitte März Hunderttausende auf der Strandpromenade von Viareggio, um den Karnevalszug miterleben zu können. Auf phantasievoll geschmückten Wagen thronen bunte Figuren aus Pappmaché, die die Höhe von zwei- bis dreistöckigen Häusern annehmen können. Das leichte Material ermöglicht es den begabten Künstlern, federleichte Figuren zu schaffen, die sich scheinbar schwerelos in der Luft bewegen. Diese künstlerischen Meisterwerke haben es aber in sich, denn meist zeigen sie Karikaturen von Politikern und sonstigen Berühmtheiten. Die scharfe Satire lässt niemanden aus: Auf dem einen Wagen präsentiert sich der zwanzig Meter hohe Bürgermeister von Pisa auf dem anderen ein etwas griesgrämig dreinblickender Papst. Der „campanilismo“ der Toskaner scheint also auch im Karneval keine Ruhe zu geben - sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer, die das bunte Spektakel verfolgen. Alt und Jung sind sich einig : Der Karneval von Viareggio steht dem von Venedig in nichts nach! (dk/mc)
Der Norden
Die Nordtoskana hat die vielfältigste Landschaft der ganzen Toskana. Lange Sandstrände, hohe Berge, Gemüseanbau- gebiete und Olivenhaine wechseln einander ab.Zwischen Florenz und Lucca hat sich die Industrie angesiedelt. Vor allem Strickwaren aus den Textilfabriken von Prato werden in die ganze Welt exportiert. Ein anderer blühender Handelszweig sind Spargel und Schnittblumen. Die Blumen werden in zahlreichen Gärtnereinen gezüchtet. In Richtung Norden nimmt die Besiedelungsdichte ab und die Hügel gehen über in Berge. Die Alpi Apuane laden im Winter sogar zum Wintersport ein! Zur Nordtoskana gehört auch eine schöne Küstenregion, die Versilia. Die beliebten Badeorte von Carrara bis nach Torre del Lago Puccini sind im Sommer das Ziel tausender Touristen, die hier ihren Badeurlaub verbringen! (dk/mc)
Der Süden
Der Südliche Teil der Toskana unterscheidet sich in seinem Charakter von allen anderen toskanischen Landstrichen. Das Klima ist heißer und trockner als im Norden, so dass an den Küsten die Palmen gedeihen.Wegen der Trockenheit wurde der Boden im Landesinneren kaum landwirtschaftlich genutzt. Infolgedessen hat sich eine reiche Tier- und Pflanzenwelt entwickelt, die im Naturpark Maremma staatlich geschützt wird. Touristen zieht es vor allem an die schönen Strände, wo sie ihren Badeurlaub verbringen. Jedoch lädt nicht nur das Meer zu einem erfrischenden Bad ein, sondern auch die Terme die Saturnia im Herzen der Maremma. Die "wunderbare Kraft" dieser Heilquelle wurde schon von den Etruskern und Römern besungen. Heute gilt die Quelle mit dem aus vulkanischem Gestein entspringenden Schwefelwasser von 37°C als Geheimtipp. Grosseto ist die größte Stadt in der südlichen Toskana. Berühmt ist das archäologische Museum, das eine Zusammenfassung der Entfaltung der Kultur in der Maremma von der Vorgeschichte bis zur etruskischen Zeit bietet. (dk/mc)
Die Toskana - Allgemein
Dunkelgrüne Zypressen-Reihen verschwinden hinter dem Horizont. Weinberge schmiegen sich an sanfte Hügelketten - die Landschaft der Toskana ist Schönheit pur.Diese Umgebung ist ein Paradies für Erholungssuchende. Einfach ein wenig spazieren gehen oder ein Bad im türkisblauen Meer nehmen und alle Anspannung ist verschwunden. Wer nicht auf der faulen Haut liegen möchte, kann sich auch sportlich betätigen. Zahlreiche Sportmöglichkeiten wie Wandern, Reiten oder Golfen kann man überall in der Toskana ausüben. Die Toskana hat jedoch noch viel mehr zu bieten: Da sind die Kulturmetropolen Florenz und Siena, deren Denkmäler jährlich etwa sieben Millionen Touristen anlocken. Daneben gibt es weniger bekannte Städte, die jedoch mit ebenso vielen interessanten Sehenswürdigkeiten die Besucher in ihren Bann ziehen. Familien können in der Toskana einige Ausflüge unternehmen, die auch für die Kinder interessant sind. Ein Besuch im Pinocchiopark oder im Tarotgarten wird sie sicher begeistern. Etwas, was zu jedem Toskanaurlaub gehört, sind die vielen toskanischen Spezialitäten. Bei einem Gläschen des berühmten Chianti Classico, einer Handvoll Oliven und einem Stück Pecorino, einem bekannten Schafskäse, kann man schon vom nächsten Toskanaurlaub träumen. (dk/mc)
Die westliche Toskana
Die westliche Toskana ist bekannt für ihre langen Sandstrände und das milde Klima. Im Landesinneren ist die Landschaft eher hügelig, wird jedoch trotzdem intensiv landwirtschaftlich genutzt.Pisa ist mit seinem schiefen Turm wohl die bekannteste Stadt der Westtoskana. Durch die Lage am Thyrrenischen Meer hat auch Livorno an Bedeutung gewonnen. Viel kleiner, wegen seines Namens jedoch gut bekannt, ist Vinci. Bei der malerisch gelegenen Stadt handelt es sich um den Geburtsort von Leonardo da Vinci. Um ihn zu ehren, hat man 1952 die in der Stadtmitte gelegene Festung umgebaut und in das Museum Leonardiano verwandelt. In diesem Museum lassen sich Erfindungen und Entdeckungen von da Vinci bewundern. Ebenfalls zu besichtigen sind das Geburtshaus von da Vinci und die Kirche, wo er getauft wurde. Rund um Vinci laden Mohnfelder zu ausgedehnten Spaziergänge ein. (dk/mc)
Erholung pur
Pinienwälder, Weinberge, Olivenhaine oder lange Sandstrände - so unterschiedlich die Landschaften in der Toskana auch sind, jede hat ihren eigenen Reiz und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.Gemächlich flanieren kann man durch die schönen Gärten, die zu fast jeder größeren Villa gehören. Diese Grünanlagen stammen oft noch aus der Zeit der Renaissance und bestechen noch heute durch ihre Schönheit. Toskana - dabei denkt man natürlich auch an Sonne, Meer und Strand. Jedes Jahr reisen Tausende von Besuchern an die Küsten, um einen erholsamen Badeurlaub zu verbringen. Baden und sich erholen kann man auch in den zahlreichen Thermalbädern der Toskana. Einige Thermalquellen wurden bereits von den Etruskern und den Römern geschätzt, andere erst ab dem Mittelalter genutzt. (dk/mc)
Im Herzen der Toskana
Die Umgebung rund um Siena wird vom Weinbau dominiert. Der weltberühmte Chianti oder der "Brunello" stammen aus diesen Weinbergen, die die Landschaft in dieser Gegend prägen. Ein weiteres Charakteristikum sind die Zypressen, die oft die Alleen zu herrschaftlichen Häusern säumen.Villen, Landgüter und Gehöfte runden das idyllische Bild ab. In den letzten Jahren wurden einige dieser Villen in Luxushotels und Ferienwohnung umgebaut. Mit allem Komfort ausgestattet, sind sie für einen Familienurlaub bestens geeignet. Die Zentrale Toskana ist nicht nur für Familien ein Anziehungspunkt, auch für Architekturliebhaber ist sie sehr reizvoll. Siena und die umliegenden Städte gerieten nach der Niederlage gegen Florenz im Jahre 1554 zwar für einige Zeit in Vergessenheit, die spätmittelalterliche Bauten sind heute jedoch wieder restauriert und laden zum Besuch ein. (dk/mc)
Spaziergänge in herrschaftlichen Gärten
Zu jeder richtigen Villa gehört ein schöner Garten. Und so entstanden ganz nach dem Motto der Toskaner in den letzten Hunderten von Jahren zahlreiche Parks und Gärten. Heutzutage sind viele Gärten öffentlich zugänglich und zeigen sich den Besuchern in ihrer vollen Pracht.Ein solcher öffentlicher Garten ist der der Villa di Castello in Florenz. Er ist das Paradebeispiel für einen Garten der Hochrenaissance, angelegt von Niccolò Tribolo für den Herzog der Toskana. 500 Zitruspflanzen blühen in Terrakottatöpfen und verzieren die geometrischen Beete. Auch die Villa Gamberaia in Florenz stammt aus der Renaissance, doch ihr Garten wurde um die Jahrhundertwende neu angelegt. Das gelungene Werk mit Wasserbecken, Seerosenteich, graziösen Blumen und vielen weiteren Pflanzen aus der reichen Natur der Toskana lädt zu einem Spaziergang ein. Nicht nur in Florenz, auch in Siena und um Lucca gibt es herrschaftliche Villen mit fantastischen Grünanlagen. Genauere Angaben sind bei den Fremdverkehrsämtern der jeweiligen Stadt erhältlich. Natürlich lässt sich das leuchtende Violett der Iris oder der Geruch von Rosmarin und Lavendel auch in der freien, ungebändigten Natur erleben - Erholung pur! (dk/mc)
Thermalbäder
Die Toskana ist reich an Thermalquellen - schon die Etrusker und Römer kannten die entspannende und regenerierende Wirkung des heißen Bades!Ein besonders bekannter und eleganter Thermalort ist Montecatini Terme in der nördlichen Toskana. Bereits Verdi und Puccini waren Stammgäste im gepflegten Kurpark. Neun Kuranlagen, Wandelhallen und Brunnenhäuser inmitten eines riesigen Parks bieten ein einzigartiges Schauspiel. Berühmt ist Montecatini für die Vielfältigkeit an Wassern mit sehr spezifischen Heilwirkungen, so dass dem Kurgast eine breite Palette therapeutischer Anwendungen angeboten werden kann. Ebenso gut lassen sich die warmen und salzreichen Wasser für Trinkkuren verwenden. Viele Sportmöglichkeiten für die Fitness und die schöne Natur der Umgebung für Spaziergänge machen einen Besuch noch wertvoller. Und so hat man am Meer alle erdenklichen Möglichkeiten, sich die Zeit angenehm zu vertreiben. Sportbegeisterte können eine der zahlreichen Wassersportmöglichkeiten wie Baden, Tauchen oder Surfen ausprobieren, Erholungssuchende einfach gemütlich am Strand entlang spazieren. Oder warum nicht ein Eis aus der Gelateria essen und dabei die Sonne genießen? (dk/mc)
Toskana am Meer
Die Strände der Toskana bieten dem Urlauber eine Vielfalt, wie sie kaum anderswo anzutreffen ist. Lange Küstenabschnitte mit breiten Stränden und malerischen Buchten werden unterbrochen von beeindruckenden Steilküsten.Im nördlichen Küstenabschnitt der Toskana lädt ein langer, von klarem Meerwasser umspülter Sandstrand zum Baden ein. Weiter südlich ist der Strand unterschiedlicher; Kies, Klippen und Sandstrand wechseln sich ab. Hier gibt es weniger öffentliche Schwimmbäder als im Norden, der überwiegende Teil der Küste sind freie Strände. Die Strände ganz im Süden der Toskana sind noch kaum von ausländischen Touristen erobert worden, die Schönheiten dieses Küstenabschnittes genießen die Italiener fast alleine. In der Toskana sind die Strände so eingerichtet, dass es dem Besucher an nichts fehlt. Cafés, Sonnenschirme, Liegestühle und Duschen sind fast überall vorhanden. Und so hat man am Meer alle erdenklichen Möglichkeiten, sich die Zeit angenehm zu vertreiben. Sportbegeisterte können eine der zahlreichen Wassersportmöglichkeiten wie Baden, Tauchen oder Surfen ausprobieren, Erholungssuchende einfach gemütlich am Strand entlang spazieren. Oder warum nicht ein Eis aus der Gelateria essen und dabei die Sonne genießen? (dk/mc)
Toskana im Osten - Land der Heiligen und Einsiedler!?
Der Osten der Toskana besticht durch die schöne Natur. Die buchen-, eichen- und kastanienbestandene Hügel von Mugello und Casentino zeigen sich vor allem im Herbst in ihrer vollen Pracht. Wenn sich das Laub rot verfärbt, bricht die Pilz- und Trüffelsaison an. Die Delikatessen werden von einheimischen Händlern überall am Straßenrand feilgeboten.Abgesehen von der Autobahn A1, die mitten durch den Osten der Toskana nach Rom führt, geht es eher ruhig zu. Die vielen Klöster geben der Region den Ruf, das Land der Heiligen und Einsiedler zu sein. Tatsächlich haben sich viele der vor Jahrhunderten gegründeten Klöster bis heute bewahrt. In einer malerischen Schlucht in Camaldoli liegt das Stammkloster der Kamaldulenser. Das 1012 gegründete Kloster ist vor allem für seine kleine Apotheke bekannt, wo es heute noch Seife, Kosmetik nach alten Rezepturen und hervorragende Schnäpse aus eigener Herstellung verkauft werden. Aus Arezzo der größten Stadt im Osten der Toskana, stammt der berühmte Maler Piero della Prancesca. Er schuf Freskenzyklus in Arezzo, der in der heutigen Zeit als einer der schönsten der Welt gilt. (dk/mc)
Unternehmungen mit Kindern
Wer nicht den ganzen Tag am Strand liegen will, die Kinder aber auch nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit schleppen möchten, findet in der Toskana einige gute Alternativen.Besonders kleinere Kinder freuen sich bestimmt über einen Besuch des Parco di Pinocchio ganz im Norden der Toskana. In diesem Park stehen Skulpturen und Mosaiken, die von italienischen Künstlern nach dem Vorbild des bekannten Buches nachgebaut worden sind. Ein anderer, jedoch nicht weniger beeindruckender Park ist der Tarotgarten von Niki de Saint Phalle. In diesem Phantasiegarten im Süden der Toskana sind einige mächtige Skulpturen aufgebaut, die die mysteriösen Symbole der Tarotkarten darstellen. Wer Anfang März in der Toskana weilt, der sollte ein ganz besonderes Abenteuer nicht verpassen: den Karneval von Viareggio. Phantasievoll geschmückte Wagen mit riesigen bunten Figuren aus Pappmaché ziehen an den Zuschauern vorbei. Diese künstlerischen Meisterwerke sind oft als Karikaturen gestaltet und nehmen einige Prominente ganz schön aufs Korn! (dk/mc)
Der Marmor von Carrara
Nach einer alten Legende heißt es, die Apuanischen Alpen hätten sich aus glühenden Steintränen gebildet. Wegen des Liebeskummers eines armen Hirtenmädchens seien die Sterne am Himmel so berührt gewesen, dass sie eine ganze Nacht lang geweint hätten. Die Tränen sind sodann auf der Erde zu weißem Marmor erstarrt, den Apuanischen Alpen.Dieser weiße Marmor hat die Menschen seit jeher so fasziniert, dass sie bereits vor 2000 Jahren begonnen hatten, den Marmor aus dem Berg herauszubrechen. Besonders die Täler rund um Carrara sind auch heute noch berühmt für ihren wertvollen Naturstein. Nicht von ungefähr kommt der Name Carrara von Kar, dem vorrömischen Wort für Stein. Die schneeweißen Gipfel der Apuanischen Alpen, die so hell wie Schnee schimmern, haben auch zahlreiche berühmte Menschen angezogen. Begabte Künstler wie Michelangelo Buonarotti, Gian Lorenzo Bernini oder Antonio Canova haben sich unter die vielen neugierigen Wanderer gemischt, welche die Marmortäler von Carrara besuchten. Ebenfalls zu besichtigen sind auch heute noch die großen Fertigungsanlagen, wo der Marmor geschnitten und behauen wird. Der größere Teil des gewonnenen Marmors wird jedoch über den Hafen in die gesamte Welt verschifft. Die schweren Marmorblöcke zum Hafen zu transportieren ist heute kein Problem mehr, schwere Lastwagen nehmen die Arbeit ab. Früher hingegen war dies etwas schwieriger, die Marmorblöcke wurden mit einer speziellen Methode, der Lizzatura, auf einen Holzschlitten geschnallt und von Ochsen das Tal hinuntergezogen. Ein Ausflug nach Carrara lohnt sich auf jeden Fall, vor allem den Dom von Carrara sollte man nicht verpassen, dessen Errichtung 300 Jahre in Anspruch genommen hat! Man kann aber auch einfach ein Panino essen, ein Brötchen mit Speck belegt. Diese Spezialität nennt sich Lardo di Concha aus Colonnata. Der Speck wird mit Gewürzen behandelt und reift bis zu sechs Monate unter einer Marmorplatte. Ein besonderes Vergnügen! (dk/mc)
Der Parco della Maremma
Die Toskana, die über ein eine Million Hektar großes Waldgebiet verfügt, besitzt ein ausgeklügeltes System von Naturschutzgebieten, Nationalparks und staatlichen Feucht- und Naturschutzgebieten machen 10% des Territoriums der Region aus. Im Norden der Toskana laden der Parco dell´Orecchiella und der Parco Alpi Apuane zum Wandern und Erholen ein. Südlich von Grosseto gehört der Maremma Naturpark, auch Park der Uccellina genannt, seit 1975 zu den schönsten Naturschutzgebieten der Toskana. In diesem Park steht auf einer Fläche von 70 km² kein einziges bewohntes Haus. Somit lässt sich nirgendwo in der Toskana in vergleichbarer Weise erleben, wie die Mittelmeerküste vor der touristischen Erschliessung aussah. Die Landschaft gestaltet sich sehr verschieden: Sandige Küstenabschnitte und Fichtenwälder wechseln mit breiten Hügelketten und Weiden ab. Auch die Tierwelt ist mit vielen Arten vertreten: Wilde Pferde, Wildschweine, Dammhirsche, Rehe, Dachse und Wildkatzen gesellen sich zu einer riesigen Anzahl von Vögeln, Reptilien und Amphibien. Damit diese natürliche Vielfalt nicht von zu vielen Touristen und Besuchern gestört wird, ist der Zugang zum Naturschutzgebiet reglementiert. Im Sommer wird der Park zwar täglich für Besucher geöffnet, doch es ist nur die Teilnahme an geführten Rundgängen erlaubt. In anderen Jahreszeiten sind individuelle Touren erlaubt, jedoch nur an bestimmten Wochentagen. Informieren Sie sich über die genauen Öffnungszeiten in einem Fremdenverkehrsbüro, und verpassen Sie nicht diesen Spaziergang durch die herrliche abwechslungsreiche Vegetation! (dk/mc)
Die abwechslungsreiche Natur der Toskana
Um die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten der Toskana nicht zu gefährden, wurden in der Vergangenheit zahlreiche Gebiete unter Naturschutz gestellt.Ein sehr bekanntes Naturschutzgebiet ist der Naturpark Maremma im Süden der Toskana. Der Zugang zu diesem Park ist reglementiert, so dass die reiche Tier- und Pflanzenwelt nicht zu sehr durch besucher gestört wird. Ein weiteres Naturschutzgebiet liegt in den Apuanischen Alpen Die Apuanischen Alpen sind der Größte Gebirgszug der Toskana, hier läßt es sich wunderbar wandern und die Natur genießen! Die Apuanischen Alpen bergen jedoch noch einige weitere Geheimnisse in sich! Eines davon ist der weiße Mamor, der seit 2000 Jahren in den Tälern rund um Carrara aus dem Berg gebrochen wird. Man kann die großen Fertigungsanlagen in Carrara besuchen, um sich selbst ein Bild von den riesigen Marmorblöcken zu machen! Zur Toskana gehören auch einige Inseln, die größte davon ist Elba. Die klare Luft, die schönen Strände und die üppige Mediterranvegetation sind gute Voraussetzungen für einen Wanderausflug. (dk/mc)
Die Apuanischen Alpen
Die Apuanischen Alpen ganz im Norden der Toskana sind die grösste Gebirgskette der Toskana. Zwischen den Apenninen und dem Meer eingebettet bilden sie eine natürliche Abgrenzung zum Schutz der vorgelagerten Hügel und Ebenen.Die Vegetation ist sehr abwechslungsreich: Sie reicht von der Macchia bis zur Prärielandschaft der Gipfelregionen. Bekannt wurde die Region durch den Abbau von Marmor; der Marmor von Carrara gilt als einer der besten weltweit. Die Apuanischen Alpen bergen jedoch auch Thermen, Mineralwasser- quellen und zahlreiche Schluchten in sich. Die Höhle von Corchia gehört zu den breitesten und tiefsten Grotten in Europa! Der Parco Naturale delle Alpi Apuane wurde 1985 zum Naturschutzgebiet erklärt. Hier finden Sie eine riesige Vielfalt an Blumen und Pflanzen - ein optimales Wandergebiet! (dk/mc)
Die Insel Elba
Die Insel Elba, nur 10 km vom Festland entfernt, ist mit einer Fläche von 224 km² nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Insel Italiens.Die klare Luft, das milde Klima und die Mannigfaltigkeit der Küsten sind nur einige Gründe, warum die Insel zu einem touristischen Anziehungspunkt geworden ist. Das kristallklare Wasser des Meeres lädt zu verschiedensten Wassersportarten ein: Segeln, Windsurfen, Schwimmen und Tauchen sind nur einige davon. Aber auch zu Land gibt es viele Sportmöglichkeiten: Wie wäre es mit einem Wanderausflug auf den „Monte Capanne“, den höchsten Berg der Insel? Wunderschöne Spaziergänge und Wanderungen kann man auch sonst überall unternehmen. Vielleicht findet man dabei sogar einen Quarz- oder Bergkristall, denn die Insel ist für das reiche Eisenvorkommen berühmt. Ein Ausflug nach Elba, kombiniert mit einem Besuch des berühmten Thermalbades in S. Giovonni ist jedem Toskanareisenden zu empfehlen! (dk/mc)
Golf
Wer gerne Golf spielt, ist in der Toskana am richtigen Ort. Das milde Klima, die reiche Vegetation und das leicht hügelige Gelände sind optimale Voraussetzungen für einen gelungenen Golftag.Unter den vielen verschiedenen Golfplätzen, die in der ganzen Toskana verstreut liegen, ist es gar nicht einfach, den richtigen auszuwählen. Der Golf Club Tirrenia im Westen der Toskana ist über 30 Jahre alt und somit einer der ältesten in Italien. Deshalb gehört er zu den geschätztesten, da er von der sportlichen wie auch von der sozialen Seite her sehr aktiv ist. Tirrenia hat ein so mildes Klima, dass man das ganze Jahr über golfen kann. In Tavola liegt der Golfplatz Le Pavoniere. Der 1995 neu eröffnete Platz wurde inmitten eines Landgutes angelegt. Das Clubhaus ist eine wunderschöne Villa aus dem 19. Jahrhundert, die zwischen Wiesen und Wasserspiegeln emporragt. Dank der Nähe zu Florenz und Prato lässt sich das Golfen gut mit einer Stadtbesichtigung verbinden. Der 18 Loch Parcours des Montecatini Golf besticht durch die abwechslungsreiche Vegetation. Der im Norden der Toskana gelegene Club ist außerdem von zahlreichen geschichtlichen und kulturellen Monumenten umgeben. Selbst das Clubhaus ist ein antikes Gebäude, das aus ehemaligen etruskischen und römischen Siedlungen entstand. Wer auf der Insel Elba seine Ferien verbringt, kann im Golf Club Hermitage seiner Spiellust frönen. Der Golfplatz hat eine 100.000 qm große Spielfläche, die in einer der schönsten Buchten der Insel gelegen ist. Es gibt noch einige weitere schöne Golfplätze im Süden der Toskana,die ebenfalls durch ihre wunderschöne Landschaft beeindrucken. (dk/mc)
Radtouren
Die Landschaft der Toskana gehört zu den schönsten, die ein Radfahrer erkunden kann. Pinienwälder, Olivenhaine und Zypressen säumen seinen Weg, das hügelige Gelände bringt die nötige Abwechslung.Der sportliche Mountainbiker findet auch außerhalb der Strassen ein ideales Gelände mit anspruchsvollen Passagen, die sein Können fordern. Vor allem die zentrale Toskana ist für Mountainbike-Ausflüge sehr zu empfehlen. Radrennfahrer und Hobbyradler, die sich lieber auf geteerten Strassen fortbewegen, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Wenig befahrene Landstrassen, die sich durch die beeindruckende Landschaft schlängeln, laden zu ausgedehnten Radtouren ein. Das Fahrrad kann von zu Hause mitgebracht oder in Italien ausgeliehen werden. In vielen Städten gibt es Fahrradverleihe, wo man recht günstig zu einem passablen Zweirad kommt. Dann kann man auch schon losfahren! Möchte man einer genauen Route folgen, nimmt man am besten eine gute Landkarte und einen Kompass mit, denn in der weiten Natur verliert man recht schnell die Orientierung. Möchte man doch lieber einen Führer dabeihaben, der sich auskennt, ist das auch kein Problem; viele Hotels und Fahrradgeschäfte bieten geführte Touren an. (dk/mc)
Toskana - das Paradies für Reiter
Die Toskana hoch zu Ross entdecken - eine gute Idee! Man kann durch die unberührte Natur traben, versteckte Orte entdecken und dabei das Gefühl des Reitens genießen.Zahlreiche Reiterhöfe in der ganzen Toskana machen die Auswahl schwer, viele verschiedene Ausritte und Tagestouren werden angeboten. Besonders leidenschaftliche Reiter können in der Toskana auf vielen Reiterhöfen ihre ganzen Ferien verbringen. Meist erwartet die Gäste in den schönen Landhäusern ein toskanisches Ambiente und eine sehr familiäre Atmosphäre. Gute Reiter können sich auch an eine Trail-Woche wagen. Mit den Pferden geht es eine Woche lang durch die Toskana, übernachtet wird im Zelt oder in Hotels. Wie immer Sie sich entscheiden - ein unvergessliches Erlebnis wird es auf jeden Fall! (dk/mc)
Wandern
Die Toskana mit ihrer prachtvollen Landschaft bietet so viele verschiedene Wanderwege, dass man immer neue Touren ausprobieren kann. Wer einmal etwas anderes als die „typische“ Toskana erleben will, der sollte die Garfagnana im Norden der Region näher in Augenschein nehmen. Die Landschaft dieses Gebietes wird von einem charakteristischen Gebirge bestimmt: den Alpi Apuani mit den Marmorsteinbrüchen von Carrara und den riesigen Kastanien- und Buchenwäldern. Einige Dörfer in dieser Gegend sind noch ursprünglich, die Bewohner haben ein sehr enges Verhältnis zur Natur und zu alten Traditionen. Unzählige Schluchten mit kleinen Flüsschen und über 300 km Wege stehen für Wanderungen zur Verfügung. Einen Ausflug in dieses Gebiet, das 1985 zum Naturpark erklärt wurde, sollte man nur mit gutem Schuhwerk unternehmen! (dk/mc)
Wassersport
Die Toskana besticht nicht nur durch ihre schönen Städte und kulturellen Sehenswürdigkeiten, sondern auch durch das türkisblaue Meer.Wie der ganze Mittelmeerraum ist auch die Toskana ein Anziehungspunkt für Sonnenhungrige und Sportvernarrte. Die schönen Buchten laden zum Nichtstun und Erholen ein. Wer doch etwas aktiver sein möchte und dabei das saubere Meer nicht missen will, der findet eine große Auswahl an Wassersportmöglichkeiten. Nebst Surfen und Segeln können sich die Wagemutigeren im Wasserskifahren versuchen. Man kann aber auch gemütlich mit dem Pedalo aufs Meer fahren und sich hier und da in den Fluten abkühlen. Ein Strandurlaub an der toskanischen Küste ist auf jeden Fall eine Reise wert, und für die Kinder ist es hier ein kleines Paradies! (dk/mc)
Besondere Desserts
Die Toskana bietet dem Urlauber neben vielen Spezialitäten auch einige traditionelle Süßspeisen. Eine bekannte toskanische Spezialität sind die cantuccini. Die Mandelkekse werden vor dem Verzehr in ein Glas Vinsanto getaucht. Der knusprig-harte Teig ist dafür bestens geeignet, denn er löst sich beim Eintauchen nicht auf. Zu einem Glas Vinsanto oder Amaretto passen aber auch die ricciarelli, mit Mandelpaste und Honig gefüllte Plätzchen. Ein schönes Mitbringsel für Daheimgebliebene ist das panforte von Siena, ein Früchtebrot mit Mandeln und kandierten Früchten. In Siena kann man den panforte überall kaufen, auch bei „Nannini“, einem Café, das dem Vater der Rocksängerin Gianna Nannini gehört. (dk/mc)
Olivenöl
Bereits im antiken Griechenland wurde das Olivenöl nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Medizin oder Kosmetika verwendet. Seine positiven Eigenschaften, die gute Verdaulichkeit, der spezielle Geschmack und der hohe Gehalt an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren machten das Olivenöl schon damals zu einer begehrten Handelsware.Auch in der Toskana werden Oliven seit Jahrhunderten angebaut. Die Gegenden mit felsigen Hügeln und einer Höhenlage zwischen 200 und 500 m über dem Meeresspiegel, wie etwa die Zentrale Toskana, bieten optimale Voraussetzungen für eine gute Ernte. Hier wachsen grüne und schwarze Oliven - das sind nicht verschiedene Olivensorten, sondern nur der unterschiedliche Reifegrad. Alle Oliven sind anfänglich grün und verfärben sich mit zunehmender Reife von grün-braun marmoriert über violett zu schwarz. Die Oliven werden in den Monaten September bis Januar gepflückt, wobei dies meist von Hand geschieht. Die Handpflückung ist zwar wesentlich teurer als die maschinelle, dafür werden nur die guten, unbeschädigten Früchte geerntet. (dk/mc)
Trüffel - ein teurer Genuss
Trüffel sind knollenartige Pilzgewächse, die tief im Waldboden unter der Erde wachsen. Früh am Morgen machen sich die Trüffeljäger mit ihren extra ausgebildeten Hunden auf die Suche nach den seltenen Knollen.Es gibt verschiedene Trüffelsorten, die sich in Geruch, Farbe und Konsistenz unterscheiden. Der weiße Trüffel ist der kostbarste, er hat eine helle Farbe und einen sehr intensiven Geruch. Der schwarze Trüffel wird auch schwarzer Diamant genannt, er wird gerne mit warmem Olivenöl kombiniert. Die dritte im Bunde, der Sommertrüffel, gehört weltweit zu den bekanntesten und beliebtesten Trüffeln, weil er häufiger vorkommt und somit nicht allzu viel kostet. Einen guten Trüffel erkennt man daran, dass er fest ist und ein intensives Aroma verströmt. Um sie möglichst lange genießen zu können, sollte man Trüffel in Küchenpapier eingewickelt an einem kühlen Ort aufbewahren. Nach vier bis fünf Tagen sollten sie aufgegessen sein, was angesichts der Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten nicht allzu schwer fallen sollte. Man nimmt einfach ein Risotto, Pasta oder ein Fleischgericht - ein wenig Trüffel darüber hobeln -und fertig. Wer noch etwas mehr über die kostbaren Gewächse wissen will, der kann den berühmten Trüffelmarkt in San Miniato besuchen. Hier, in einem kleinen Ort westlich von Florenz, wird jedes Jahr an drei Wochenenden im November der größte Trüffelmarkt der Toskana veranstaltet. Über 30.000 Besucher strömen dann pro Tag in den kleinen Ort, um zu schauen, zu kaufen oder einfach die Atmosphäre zu genießen. Ein Kilo weiße Trüffel kostet über 2000 Euro. Wer trotzdem etwas kaufen möchte, kann sich dem preiswerteren Trüffelöl oder der Trüffelpaste zuwenden. (dk/mc)
Wein der Toskana: Der Chianti
Toskana - Pinienhügel und Olivenhaine soweit das Auge reicht. Und mittendrin riesige Weinberge, deren Weine es zu Weltruhm gebracht haben...Aus der Toskana kommen viele Weine, berühmt sind vor allem der Vino Nobile di Montepulciano, der Brunello di Montalcino und natürlich der Chianti. Das Weinanbaugebiet des Chianti erstreckt sich über eine riesige Fläche, die von Pisa, Florenz, Siena und Montalcino eingegrenzt wird. Das Gebiet ist unterteilt in sieben Unterzonen, wobei die Zone des Chianti Classico die bekannteste ist. Diese Zone wird auch als die „Gallo-Nero-Region“ bezeichnet, weil das Zeichen des schwarzen Hahnes zum Symbol für diesen Wein geworden ist. Der Chianti ist ein sehr traditioneller Wein. Früher war seine Zusammensetzung gesetzlich vorgeschrieben.1995 trat das neue Gesetz in Kraft, welches die Zusammensetzung nicht mehr so streng regelte. Dies führte dazu, dass einerseits eine bessere Qualität der Weine erreicht wurde, andererseits aber auch die Preise enorm in die Höhe kletterten. Kritiker beklagen deshalb, dass der Chianti maßlos überteuert sei. Am besten macht man sich selbst ein Bild und besucht eines oder mehrere der über tausend Weingüter der Toskana. Die meisten Besitzer sind sehr gastfreundlich und laden gerne Besucher ein. Neben dem Probieren kann man auch Weine kaufen, viele lassen sich bereitwillig in den Keller schauen. Wer möchte, kann in einem solchen Gutshaus übernachten, denn oft werden auch Zimmer und Ferienwohnungen vermietet. (dk/mc)
Arezzo - die Stadt der vielen Kunstschätze
Arezzo, eine Stadt mit rund 90.000 Einwohnern, wurde von den Etruskern auf zwei Hügeln errichtet. Die Hanglage zwischen Hügel und Ebene ist typisch für diese Stadt, die berühmte toskanische Künstler hervorgebracht hat.Der große Humanist Francesco Petrarca wurde 1304 hier geboren, das Malergenie Piero della Francesca arbeitete hier und das Geburtshaus des Architekten Giorgio Vasari, die „Casa Vasari“, kann besichtigt werden. Kulturliebhaber kommen in Arezzo voll auf ihre Kosten: Die Piazza Grande, der Hauptplatz der Stadt mit seinem typischen Grundriss, grenzt an die Kirche „Pieve di Santa Maria“, eine wunderschöne romanische Kirche. Gleich daneben steht der Palazzo delle Logge, ein Werk von Giorgio Vasari, mit dessen Errichtung 1573 begonnen wurde. Aus der gotischen Epoche stammt der imposante Dom, der sich über einem breiten Teppenaufgang aus dem 16. Jahrhundert erhebt. Ebenso berühmt wie für seine Bauwerke ist Arezzo für das traditionsreiche Handwerk: Besonders die Goldschmiedekunst und die Lederverarbeitung haben sich einen Namen gemacht. Am ersten Sonntag eines jeden Monats verkaufen Antiquitätenläden und Handwerker ihre wertvollen Gegenstände auf dem Marktplatz von Arezzo - ein Besuch lohnt sich. (dk/mc)
Der Giardino dei Tarocchi (Tarotgarten)
Die Künstlerin Niki de Saint Phalle verschönert hierzulande mit ihren buntbemalten, fröhlichen Frauenkörpern, den sogenannten “Nanas”, die Städte. Wer solche farben- prächtigen Figuren mag, der sollte unbedingt den Giardino dei Tarocchi bei Pescia Fiorentina, ganz im Süden der Toskana, besuchen.Niki de Saint Phalle ist eine der bekanntesten Künstlerinnen unserer Zeit, die jahrelang mit dem Schweizer Künstler Jean Tinguely zusammengearbeitet hat. In der Toskana, wo sie einige Zeit lebte, hat sie 1979 mit ihrem umfangreichsten Projekt begonnen. 15 Jahre lang war sie mit einer besonderen Aufgabe beschäftigt- der Gestaltung des Tarotgartens. Der fröhliche Garten besteht aus mehreren mächtigen Skulpturen, die die mysteriösen Symbole der Tarotkarten darstellen. Die Kunstwerke sind zum Teil haushoch und begehbar, wirken jedoch trotz ihrer Dimensionen spielerisch und leicht. Einen einzigartigen Kontrast zu den auffälligen Werken bilden die jahrhundertealten Bäume, die sie umgeben. Ein Ausflug in den Phantasiegarten lohnt sich bestimmt; der Garten ist im Sommer jeden Nachmittag geöffnet (außer sonntags)! (dk/mc)
Der Parco di Pinocchio
Welches Kind kennt ihn nicht, den kleinen Pinocchio? Eine Figur zwischen Kind und Marionette, die schon vor über hundert Jahren die Leser fasziniert hat. Inzwischen ist die Geschichte des Autors Carlo Lorenzini alias Carlo Collodi zwar bereits vielfach verfilmt worden, an Faszination hat sie jedoch nichts verloren. Weil die Italiener so stolz auf ihren Pinocchio sind, haben sie ihm 17 km nordwestlich von Lucca einen eigenen Park gewidmet, den „Parco di Pinocchio“. Der 1956 eröffnete Park besteht aus Gärten mit Mosaiken und Skulpturen, die von bekannten italienischen Künstlern und Architekten erbaut worden sind. Sie stellen Szenen und Figuren aus dem bekannten Buch dar. Zusätzlich bietet die ganztägig geöffnete Anlage einen Irrgarten, einen Spielplatz und ein Kinderrestaurant. Nach dem Besuch des Parks sollte man sich noch Zeit nehmen, um die Villa Garzoni mit ihren spektakulären, terrassenartig angelegten Gärten zu besichtigen. Bei einem Spaziergang durch den Park der Villa aus dem 17. Jahrhundert lassen sich die blühenden Blumen und zahlreichen Skulpturen genießen! (dk/mc)
Florenz - die blühende Stadt
Florenz ist die Stadt der architektonischen Meisterwerke. Wenn man länger als 5 Minuten auf keine Kirche, Kathedrale oder Kunstgalerie trifft, hat man die Stadtgrenze wohl schon überschritten. Natürlich zieht eine solche Stadt Scharen von Touristen an, und sogar im Winter kommt der Besucher um einen gewissen Rummel kaum herum. Die wichtigsten und schönsten Bauwerke sollte man sich jedoch nicht entgehen lassen. Dazu gehört der Dom Santa Maria del Fiore, er besticht durch seine bunte Marmorverkleidung und die stattliche Kuppel. Genauso berühmt sind die Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio, der Neptunsbrunnen und die Arnobrücke Ponte Vecchio, auf der sich ein kleiner, alter Goldschmiedeladen dicht neben den anderen reiht. Frisch verheiratete Paare sollten unbedingt die Basilika Santissima Annunziata besuchen. Wenn man der Madonna Blumen bringt, steigen die Chancen auf ein langes, glückliches Eheleben. Angeblich machen das die Florentiner auch selbst... Besonderen Spaß bereitet der Besuch eines Marktes. Neben Kitsch findet man auch hier und da etwas Nützliches. Junge Mode, Jeans, Schuhe und Taschen gibt es auf dem Strassenmarkt rund um die Kirche San Lorenzo. Wer sich mehr zu alten Sachen hingezogen fühlt, sollte dem Flohmarkt auf der Piazza Ciompi einen Besuch abstatten. In dieser Gegend befinden sich auch zahlreiche kleine Restaurants: Bei einem Glas Chianti und einer mächtigen „Bistecca alla fiorentina“ kann man stimmungsvoll den Tag ausklingen lassen... (dk/mc)
Lucca - Vatikan der Toskana
Lucca, gelegen zwischen dem Monte Pisano und den Apuanischen Alpen, wirkt auf den ersten Blick streng und verschlossen. Die in der Zeit der Renaissance erbauten massiven Schutzmauern umringen die Stadt und flössen dem Besucher Respekt ein. Doch hat der Besucher den Ort erst einmal betreten, wird auch er gefangen von der Schönheit der zahlreichen Kirchen und Paläste.Wahrzeichen der Stadt ist die Piazza Anfiteatro, ein Marktplatz, der auf den Ruinen eines antiken romanischen Amphitheaters erbaut wurde. Sehenswert ist auch der Dom; darin befindet sich das berühmte Werk von Jacopo della Quercia: der Sarkophag der Ilaria del Carretto, eine so fein gearbeitete Marmorskulptur, dass sie aus Porzellan zu sein scheint. Im weiteren laden viele Kirchen zu Besichtigungen ein - Lucca wird nicht umsonst der kleine Vatikan der Toskana genannt, da sich dort 99 Kirchen und Kapellen befinden. Es ist überliefert, dass der erste Sohn einer Familie das Geschäft übernehmen, der dritte Sohn zum Militär gehen und der zweite Sohn ins Kloster gehen soll. Als Dank für die Aufnahme ins Kloster ließen die Familien jeweils eine Kirche oder Kapelle erbauen. In der Umgebung rund um Lucca gibt es einiges zu sehen - allem voran die vielen herrschaftlichen Landsitze. Einige davon können besichtigt werden und laden zu Spaziergängen in den prachtvoll gestalteten Gärten ein. Lohnenswert sind auch Tagesausflüge zu den nahgelegenen Badeorten Viareggio und Forte die Marmi, ebenso wie ein Besuch des Parco di Pinocchio in Collodi. (dk/mc)
Pisa - Stadt der Wunder
Pisa ist die Stadt von Galileo Galilei, dem berühmten Wissenschaftler, der seine ersten Experimente über die Schwerkraft vom schiefen Turm auf der Piazza dei Miracoli aus machte. Auf diesem „Platz der Wunder“ kann der Besucher auch den Dom Santa Maria, das Baptisterium und den Friedhof Camposanto bewundern. Diese drei Gebäude sind Meisterwerke der italienischen Baukunst, die zu Weltruhm gelangt sind. Pisa bietet daneben viele andere Reize: Eine schöne Altstadt mit alten Kirchen und Palazzi, ein belebtes Marktviertel und nicht zuletzt eine große Universität mit 40.000 Studenten. Auch außerhalb der Stadtgrenze ist Pisa von Schönheit umgeben: Zum Meer hin erstreckt sich der Naturpark Tenuta Migliarino San Rossore-Massaciuccoli, der durch seine reiche Tier- und Pflanzenwelt besticht. (dk/mc)
Siena - Stadt des Palio
Siena, die Stadt im Herzen der Toskana, stellt das Schmuckstück der mittelitalienischen Gothik dar. Der Ort wurde um die malerische, halbrunde Piazza del Campo herumgebaut, die zu den schönsten städtebaulichen Werken gehört.Auf dieser Piazza wird jeden Sommer am 2. Juli und 16. August der Palio abgehalten: Ein leidenschaftlicher Wettstreit zwischen den einzelnen Stadtteilen von Siena, der seinen Höhepunkt in einem rasanten Pferderennen findet. Für jeden Stadtbezirk startet ein Jockey auf einem zufällig ausgelosten Pferd. Wer das nur 90 Sekunden dauernde Rennen, bei dem mit Peitschenhieben nachgeholfen werden darf, gewinnt, erhält das Banner der Stadt und wird als Held gefeiert. Siena hat wie fast alle Städte der Toskana einige kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Neben dem Besuch des Museo Civico, in dem wichtige Nachweise der Malerschule von Siena ausstellt sind, lohnt sich auch die Besichtigung des Doms Santa Maria Assunta. Dieser ist im Innenraum, ganz wie die typischen sienesischen Farben, schwarz und weiss gestreift. Für Gourmets ist Siena ein richtiges Schlaraffenland: Eine bekannte Spezialität ist der Pecorino, ein Hartkäse aus Schafsmilch. Oft gegessen wird auch die „Minestra di pane“, eine reichhaltige Gemüsesuppe, die über geröstetes Brot gegossen und mit frischem Olivenöl verfeinert wird. (dk/mc)
Bedeutende Persönlichkeiten
Die Toskana hat nicht nur berühmte Dichter hervorgebracht, sondern auch weitere Künstler und Wissenschaftler, deren Errungenschaften die Toskana in der ganzen Welt bekannt gemacht haben. Eine besonders interessante Persönlichkeit, der die Wissenschaft viel zu verdanken hat, ist Galileo Galilei. 1564 in Pisa geboren, studierte er Mathematik und Philosophie. Er gilt als Begründer der modernen, auf Erfahrung und Experimenten beruhenden Physik. Sein berühmtestes Experiment ist dasjenige, mit dem er Fallgesetze untersuchte. Vom schiefen Turm von Pisa ließ er Körper herunterfallen und behauptete sodann, die Fallgeschwindigkeit sei - unabhängig vom Gewicht - für alle dieselbe. Er erfand und entdeckte jedoch noch viele andere Dinge, wobei die Waage, das Thermometer und das Mikroskop nur einige davon sind. Weil Galileo die Theorie von Kopernikus unterstützte, dass die Erde rund sei und sich um die Sonne bewege, wurde er von der Kirche zu lebenslangem Arrest verurteilt. Im Exil verstarb er blind im Alter von 77 Jahren. Ein weiterer berühmter Toskaner ist Leonardo da Vinci. Als uneheliches Kind wurde er 1452 in Vinci bei Florenz geboren. Nach einer künstlerischen Ausbildung wurde er Maler und Architekt. Heute gilt er als Begründer der hohen Renaissance und als künstlerisches Genie. Als Hobby widmete er sich anatomischen Studien und sezierte mehrere Männer- und Frauenleichen. Dieser Gegensatz der Interessen zeigte sich auch in seinem Handeln: Das Genie Leonardo wird nämlich auch als unzuverlässig und ungeduldig beschrieben. Nichtsdestotrotz ist seinen Werken ein ganzes Museum gewidmet, das Leonardo da Vinci Museum in Vinci. Viele weitere Berühmtheiten stammen aus der Toskana: Sandro Botticelli, Michelangelo Buonarroti, Amerigo Vespucci, Giacomo Puccini, Amadeo Modigliani...... bis hin zu Pinocchio! (dk/mc)
Das kulturelle Erbe der Toskana
Hört man das Wort „Toskana“, denkt man zuerst an lange Sandstrände, Olivenhaine und Weinberge. Gleich an zweiter Stelle steht jedoch die Kultur. Es scheint, die ganze Region atmet Kunst und Kultur, denn alle Städte und Dörfer der Toskana haben die Denkmäler und Spuren vergangener Zeiten bewahrt. Die Spuren führen teilweise bis ein Jahrtausend vor Christus zurück, zu den Etruskern. Da das Gebiet der Toskana zu dieser Zeit mehrheitlich von Etruskern besiedelt war, findet man heute zahlreiche Museen und Ausgrabungsorte, die den Besuchern Einblicke in das Leben eines vergangene Volkes geben. Nicht aus der Zeit der Etrusker, jedoch aus der Epoche des Mittelalters stammen die berühmten Geschlechtertürme von San Gimignano. Diese „Wolkenkratzer“ aus vergangenen Zeiten, die vom Adel als Statussymbole gebaut worden waren, ziehen heute jedes Jahr Millionen von Besuchern in ihren Bann! Die Toskana ist aber nicht nur reich an schönen Bauwerken, von hier stammen auch viele berühmte Persönlichkeiten. Galileo Galilei wurde in Pisa geboren, Leonardo da Vinci ist heute in Vinci ein ganzes Museum gewidmet! Nebst vielen anderen berühmten Wissenschaftlern und Künstlern haben die drei Dichter Dante Alighieri, Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio viel zur Kultur der Toskaner beigetragen. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Toskana sich rühmen kann, die Wiege der Italienischen Sprache zu sein. Die Toskaner sind natürlich stolz auf ihre Kultur und empfinden eine tiefe Heimatliebe. Diese führt zum Campanilismo, einem Lokalpatriotismus, dessen Horizont nicht weiter reicht als das Gebiet, in dem das Läuten der örtlichen Glocken zu hören ist! (dk/mc)
Der „Campanilismo“
Die Toskana ist für ihre Kultur und ihre Landschaft weltberühmt. Da verwundert es nicht, dass die Toskaner sehr stolz auf ihre Abstammung sind, die sich bis zu den Etruskern zurückverfolgen lässt. Dieser Stolz führt oft zu einem regelrechten Lokalpatriotismus, das Zusammengehörigkeitsgefühl beschränkt sich auf den Heimatort und seine unmittelbare Umgebung. Gut erkennbar ist dies an den engen Landstrassen, die außerhalb der Gemeindegrenzen in holprige, staubige Buckelpisten übergehen. Tief in der Geschichte verwurzelt sind auch die Vorurteile, die die Bewohner der verschiedenen Orte voneinander haben: Die Florentiner sind bei allen Toskanern nicht sehr beliebt. Man sagt, sie wollen einen alleinigen Anspruch auf die Kultur und Geschichte der Toskana. Florentiner dagegen halten die Sienesen und die Livorneser für besonders schlitzohrig. Die abenteuerlichsten Geschichten erzählt man sich aber von den Einwohnern von Giglio, einer Insel südlich von Grosseto. Viele weitere Anekdoten bezeugen, dass die Geschichte der Toskana wohl auch noch heute eine gewisse Rolle spielt. (dk/mc)
Die Etrusker
Um 1000 v. Chr. war das Gebiet der Toskana in erster Linie von Etruskern besiedelt. Dieses mächtige Volk mit eigener Sprache und eigenen Gottheiten erlebte seine Blütezeit um das 6. Jahrhundert v. Christus. Einige Jahrhunderte später wurde es jedoch von den siegreichen Römern geschlagen und in die italienische Konföderation eingegliedert. Heute gibt es in der Toskana immer noch zahlreiche Spuren, die die ehemalige Macht Etruriens bezeugen. Zahlreiche Museen und Ausgrabungsorte geben Einblick in ein Volk, von dem man heute noch nicht weiß, woher es eigentlich kommt. In der östlichen Toskana lohnt sich vor allem ein Ausflug nach Chiusi und Cortona. Chiusi wurde ehemals vom König Porsenna regiert und verfügt heute über das Museo Nazionale Etrusco, wo wichtige etruskische Fundstücke ausgestellt sind. In Cortona liegt die im 17. Jahrhundert gegründete etruskische Akademie, wo die berühmte riesige Öllampe aus Bronze ausgestellt ist. Volterra, eine Stadt in der Nähe von Siena, ist bekannt für das Museo Etrusco Guarnacci. Hier sind neben vielen Ausstellungsstücken auch Nekropolen, große Grabfelder, zu sehen. In Florenz lohnt sich der Besuch des Museo Archeologico, wo die bedeutendsten etruskischen Funde ausgestellt sind. Dies sind bei weitem nicht alle Ausstellungsorte, in vielen weiteren Museen kann man ins alte Etrurien abtauchen... (dk/mc)
Die Geschlechtertürme von San Gimignano
San Gimignano ist das italienische Manhattan. In der nordwestlich von Siena gelegenen Stadt ragen 15 mittel- alterliche Geschlechtertürme in den Himmel und prägen das Stadtbild. Im Mittelalter waren zwar schon die Wohnhäuser des städtischen Adels hohe Bauten auf kleiner Grundfläche. Doch auf ein Statussymbol in Form eines riesigen Turms wollte kein Adeliger verzichten. Die Türme dienten als Festungstürme und ermöglichten die Bekämpfung von Feinden aus einer hohen Position. Während später die größeren Städte wie Siena, Lucca oder Florenz ihre Türme abrissen, um Platz für kostbare Paläste zu schaffen, blieb in San Gimignano wegen Geldmangels alles beim Alten. Heute stehen noch 15 der einstmals 72 Türme, zwei davon können sogar bestiegen werden. Nebst den Türmen stellen aber auch die schöne Piazza della Cisterna und die Kirche St. Agostino Publikumsmagneten dar. Der Andrang ist so groß, dass pro Jahr über acht Millionen Urlauber die 7600-Seelenstadt San Gimignano überschwemmen. Dies bringt negative Nebeneffekte mit sich: Massenhaft Souvenir-Shops und Feinkostläden bieten Waren zu viel zu teuren Preisen an! Wenn man also den Vernaccia di San Gimignano, einen trockenen Weißwein, probieren will, tut man das am besten außerhalb der Stadtgrenze! (dk/mc)